Achtermann Wanderung von Oderbrück über den dreieckigen Pfahl

Eine Achtermann Wanderung ist für mich etwas ganz besonders und darf deshalb bei keinem Aufenthalt im Harz fehlen.

Der Achtermann ist für mich der Berg im Harz

Dafür gibt es mehrere Gründe.

1. Keine Gastronomie

Gastronomie kann stören, wenn man einfach nur die Natur und Ruhe genießen möchte.

2. Nur zu Fuß zu erreichen

Die Anzahl der gleichzeitigen Besucher steigt z.B. auf dem Brocken bei Ankunft der Brockenbahn

3. gemäßigter Aufstieg

Trotz Aufstieg ist es möglich, die Natur wahr zu nehmen

4. Kompletter Rundumblick

Auf dem Achtermann kann man von einem Standpunkt auf der Kuppe einen 360 Grad Rundblick genießen

Im Mai diesen Jahres war ich in Braunlage und es war klar, dass ich den Achtermann besuchen möchte.


Diese Wanderung nahm ich auf, obwohl das Wetter alles andere als ideal war. Als ich von Braunlage nach Oderbrück aufbrach, war es bedeckt; als ich in Oderbrück ankam, begann es leicht zu regnen.

Auf dem Weg zum dreieckigen Pfahl

Achtermann Wanderung über den dreieckigen Pfahl

Bei leichtem Regen startete ich also meinen Aufstieg auf die Achtermannshöhe.

Der Wanderweg führt leicht bergauf und ist leicht zu begehen. Dennoch spricht er den Kreislauf an und bei Erreichen des Kaiserwegs, der von der Bundesstraße (Braunlage – Bad Harzburg) zum Brocken führt, war ich auf Betriebstemperatur.

Rechts geht es dann Richtung dreieckiger Pfahl, den man bequem in 15 – 20 Minuten erreichen kann.

Der dreieckige Pfahl ist ein Grenzstein, an dem man leicht vorbei laufen kann.

Während es weiter geradeaus zum Brocken geht, führt unterhalb des dereieckigen Pfahls diese Wanderung weiter zum Achtermann.


Immer wieder gibt es deutliche Hinweise darauf, dass ich im Nationalpark Harz unterwegs bin. Die Natur befindet sich im Umbruch. Durch Herbststürme wurden Bäume entwurzelt. Die Natur wird sich im wesentlichen selbst überlassen.

Ohne Worte

Diese Wanderung im Video

Um den Achtermann herum

Diese Achtermann Wanderung führt vom dreieickigen Pfahl um den Achtermann (ca. 4km) herum, man nähert sich also so gesehen von hinten an.

Nachdem es eine kurze Zeit bergab geht, beginnt bald der stetige Aufstieg.

Typisch Harz

Obwohl die Wetterprognosen etwas anderes versprochen hatten, blieb es an diesem Tag unbeständig, sodass es zunächst immer wieder anfing, zu regnen.

Dabei war es leicht drückend warm. Da ich einen Regenschirm dabei hatte, waren die Wanderbedingungen nicht optimal, aber durchaus erträglich.

Der letzte Aufstieg

Ca. nach 3 Kilometern beginnt der letzte Aufstieg, der natürlicher Weise recht steil verläuft.

Steiler Aufstieg zur Achtermannhöhe

Auch der Brocken ist während des Aufstiegs trotz Regen und Dunst zu sehen.

Der Brocken ist auch da

Nach ca. einer halben Stunde erreicht man, ohne sich zu überfordern, den Platz unterhalb der Kuppe des Achtermanns, der erfreulicher Weise mit einer Schutzhütte ausgestattet ist.

Die Schutzhütte auf dem Achtermann ist in Sicht

Kurzer Aufenthalt

Diese habe ich genutzt, um auf besseres Wetter für den Besuch der Kuppe zu warten. Leider stellte sich auch nach einer Stunde keine Besserung ein, sodass mein Aufenthalt auf der Kuppe sehr kurz ausfiel.

Nach 10 Minuten machte ich mich also an den Abstieg von der Kuppe.

Regnerische Ausblicke vom Achtermann
Der Blick vom Achtermann ist auch bei Regen schön

Nach einer erneuten Pause in der Hütte, machte ich mich auf den direkten Rückweg nach Oderbrück.

Abstiege bringen immer eine besondere Herausforderung mit sich, da die Gelenke, besonders die der Knie, belastet werden.

An diesem Tag kam hinzu, dass durch den inzwischen nicht mehr enden wollenden Regen, Steine nass waren und der Untergrund ebenso. Die Wege verwandelten sich inzwischen in Rinnsale. Wasserdichtes Schuhwerk* ist an solchen Tagen sehr angenehm.

Besondere Vorsicht war also geboten, die den Abstieg zusätzlich erschwerte.

Nicht ganz einfach. Der Abstieg Richtung Oderbrück bei regnerischem Wetter

Der Abstieg ist ca. 2,5 km lang und ist bei gutem Wetter bequem in einer halben Stunde zu bewerkstelligen. Ich glaube, ich habe an diesem Tag ein wenig länger gebraucht, zumindest hatte ich den Eindruck.

Doch bald konnte ich Oderbrück sehen und ich war froh. als ich erschöpft und zufrieden in mein Auto steigen konnte.

Oderbrück ist bereits in Sicht. Meine Achtermann Wanderung geht ihrem Ende entgegen.

Fazit

Obwohl das Wetter keinesfalls ideal war oder gerade weil es nicht ideal war, war diese Wanderung für mich etwas ganz besonderes.

Bei Regen durch den Nationalpark zu wandern hat den Vorteil, dass man mit sich mit ziemlicher Sicherheit alleine bleibt.

Diese Wanderung halte ich bei nassem Wetter für schwer und gefährlich, weil ein hohes Maß an Konzentration notwendig ist, wenn Du Verletzungen vermeiden möchtest.

Diese Wanderung bei regnerischem Wetter hat allerdings ihren ganz eigenen Reiz.

Wanderung zum Achtermann von Oderbrück über den dreieckigen Pfahl

8.1

Landschaftsbild

8.0/10

Abwechslung

8.0/10

Leichte Wanderung (Steigungen)

6.0/10

Prozentzahl gut beschaffener Wege

9.5/10

Wegweiser

9.0/10

Wegeführung

7.0/10

Aussicht

9.0/10

Vorteile

  • Schutzhütte vor der Kuppe
  • Oderbrück ist mit dem Bus erreichbar

Nachteile

  • Bei Regen nicht ungefährlich

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